Kurz gesagt: Stems sind dein Song in Gruppen zerlegt. Statt einer fertigen Stereo-Datei bekommst du mehrere Dateien, zum Beispiel eine für die Drums, eine für die Melodie, eine für den Bass und eine für die Vocals. Jede Datei ist gleich lang und startet am selben Nullpunkt. Legt man alle übereinander, ergibt sich wieder der komplette Song.
Stems sind nicht dasselbe wie Einzelspuren
Die Begriffe werden gern durcheinandergeworfen. Ein Song kann aus 40 Einzelspuren bestehen: jede Hi-Hat, jede Dopplung, jedes Adlib einzeln. Stems fassen diese Spuren zu sinnvollen Gruppen zusammen, meistens vier bis acht. Einzelspuren braucht, wer den Mix komplett neu bauen will. Stems reichen für fast alles andere, und sie sind deutlich handlicher.
Wofür du Stems wirklich brauchst
- Live-Auftritte: Du willst live über die Instrumental- Stems performen, ohne die Album-Vocals darunter? Ohne Stems geht das nicht sauber.
- Remixe und Features: Ein Producer will deinen Track remixen oder ein DJ ihn in ein Set bauen. Das Erste, wonach gefragt wird, sind die Stems.
- Wechsel des Studios: Falls du einen Song später woanders weiterbearbeiten lässt, sind Stems deine Versicherung. Du bist nie an ein Projekt-Format oder eine bestimmte DAW gebunden.
- Content: Instrumental-Versionen für Videos, A-cappella-Schnipsel für Social Media. Aus Stems in Minuten gebaut.
Der Haken, wenn man nicht danach fragt
Stems exportiert man am besten direkt nach Abschluss des Mixes, solange das Projekt mit allen Einstellungen offen ist. Jahre später lässt sich ein altes Projekt oft nicht mehr identisch öffnen, weil Plugins fehlen oder Versionen sich geändert haben. Deshalb unser Rat, egal in welchem Studio du arbeitest: Frag beim Mix immer gleich nach den Stems. Bei uns genügt dafür ein Satz in der Session, und du bekommst sie mit der finalen Lieferung dazu.
Hören statt lesen
Wie sich ein Song in Gruppen anfühlt, erklärt keine Definition so gut wie das eigene Ohr. Im Studio zeigen wir dir das an deinem eigenen Track: Beim gemeinsamen Abhören schalten wir Gruppen an und aus, und du hörst, was jede einzelne trägt. Der schnellste Weg dahin: eine Session buchen oder erst mal beim Mix und Master starten. Und wenn deine Stems schon fertig bei dir liegen, ist STEM Mastering für 139 € pro Track der direkte Weg zum lauten, sauberen Release.